Podologengesetz

Wichtig für Sie zu wissen!

 

 

Die Bezeichnung med Fußpfleger/in darf seit dem 01.01.2002 nicht mehr verwendet werden. Das in Kraft getretene Podologengesetz gibt hier den 2 jährig Ausgebildeten einen sogenannten Titelschutz. 2 jährig Ausgebildete dürfen sich nach dem Podologengesetz Podologin / med. Fußpflegerin nennen. Das Podologengesetz ist ein Titelschutzgesetz, das die Berufsbezeichnung, aber nicht die Tätigkeit schützt.

 

 

 

 

Mein Fazit:

 

Wenn man das Podologengesetz über die letzten 10 Jahre verfolgt (was ich mit sehr großem Interesse tue), dann wird einem ganz schwindelig. Eigentlich war der Gedanke des Podologengesetzes die Qualitätssicherung im Bereich der Fußpflege. Aus meiner Sicht tragen die unterschiedlichen Urteile mehr zur Verunsicherung als zur klaren Abgrenzung des Berufsbildes bei. Fakt ist, dass die Verwendung des Begriffes med. Fußpflegerin  für Nichtpodologen untersagt ist, es aber keine eindeutigen Richtlinien zur Abgrenzung im Bereich der Tätigkeit zwischen Fußpflege und Podologie gibt.

 

Aber uns Fußpflegerinnen muß natürlich ganz klar sein, dass wir vorbeugend tätig sind. Wir sind nicht berechtigt Erkrankungen, Entzündungen, ect. zu diagnostizieren oder zu behandeln, dieses ist absolut ärztliches Gebiet oder aber des Podologen!

 

Eine fachgerechte Ausbildung zur Fußpflegerin ist trotzdem zwingend notwendig, Sie arbeiten mit hochrotierenden oder scharfen Instrumenten, d. h. Sie müssen in der Lage sein ein sicherers und professionelles Arbeiten zu gewährleisten.

Vor allem auch im Sinne Ihrer Kunden.

 

Den meisten ist nicht bewußt, das der Begriff Fußpflege gesetzlich nicht geschützt ist. Das bedeutet im Klartext, das jeder zum Gewerbeamt gehen und ein Gewerbe für Fußpflege anmelden kann. Ich selbst hatte in meiner Praxis schon einmal die Situation, dass sich bei mir eine Dame für den Bereich Fußpflege beworben hat und als ich mir die "Diplome" genauer angeschaut, beziehungweise hinterfragt habe, stellte sich heraus, daß die "Diplome" bei Ebay ersteigert wurden!

Diese Situation verdeutlicht ganz klar, dass Handlungsbedarf in Bezug auf die Ausübung der Fußpflege besteht! Was wollen Sie als Kunde tun, wenn so jemand bei Ihnen vor der Tür steht und eine mobile Fußpflege anbietet? Als Kunde haben Sie keine Möglichkeit die Qualifikation der Fußpflegerin im Vorfeld zu hinterfragen.

Schlimmstenfalls wird dieses dann bei der Behandlung deutlich, sehr zum Leidwesen des Kunden.

 

Da ich als Dozentin für den Bundesverband tätig bin, bin ich berechtigt Verbandsurkunde über die Berufsausbildung zur Fachfußpfleger/in vom Bundesverband für Kosmetik und Fußpflegebetriebe e.V. auszuhängigen. Dieses ist für Sie sehr wichtig, da Sie sich dann als verbandgeprüfte Fachfußpflegerin bezeichnen dürfen. Dieses spricht für die Qualität ihrer Ausbildung.

 

Unsere Arbeit hat einen ganz bedeutenen Stellenwert, grade da es immer mehr ältere Menschen geben wird und das Pflegebewusstsein steigt. Wir sind ganz häufig erste Anlaufstelle, wenn es mal "drückt" oder nicht mehr "so rund läuft".

Um so wichtiger ist es, sich auch mit dem Berufsbild der Fußpflege zu befassen und so in der Lage zu sein Kunden bei Bedarf gezielt zu verweisen (Arzt/Podologin).

 

Für mich ist es sehr wichtig Ihnen in der Ausbildung ein Gefühl (denn eine einheitliche Regelung dafür gib es nicht!) dafür zu vermitteln, was darf ich und vor allem: was darf ich nicht!

 

Ich würde mir sehr wünschen, dass es ein ergänzendes Nebeneinander von Fußpflegern und Podologen gibt, denn Arbeit gibt es mehr als genug!

 

In diesem Sinne,

 

Melanie Milbradt

(Dozentin im Bundesverband)